Einleitung

LICC - Impfung gegen Tumorzellen nach operativer Entfernung von Lebermetastasen


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Patienten,


Im Jahr 2010 erkrankten 70.000 Menschen in Deutschland an Darmkrebs. 

Die Hälfte aller Patienten hatte zum Zeitpunkt der Diagnose bereits Tochtergeschwüre (Metastasen) in den Lymphknoten oder in Organen, wie der Leber oder Lunge, entwickelt. 

Bei fast einem Drittel dieser Patienten zeigen sich während der Erkrankung Metastasen, die auf die Leber begrenzt sind. Je nach Verteilung in der Leber können diese direkt operiert, oder können nach chemotherapeutischer Vorbehandlung im Verlauf glücklicherweise operabel werden. 

Aufgrund innovativer Eingriffe können heutzutage deutlich mehr Lebermetastasen operativ entfernt werden als noch vor 30 Jahren. 

Jede komplette operative Entfernung von Lebermetastasen birgt eine Chance von circa 30-40% auf Heilung. Dennoch besteht eine hohe Gefahr von 60% des Wiederauftretens (sogenanntes Rezidiv) von Metastasen. Dies geschieht im Durchschnitt innerhalb von 18-23 Monaten nach operativer Entfernung. 

Diese Rückfallgefahr zu reduzieren und ein längeres krankheitsfreies Leben zu gewährleisten ist ein Ziel der LICC-Studie. 

Hierzu wird eine neue Anti-Tumorzellimpfung geprüft, die das Immunsystem gegen verstreute Tumorzellen (Mikrometastasen) richten kann, die auch nach einer Operation übrig geblieben sein können.

 

Abbildungen

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Abb. 1: Lebermetastasen bei Darmkrebs vor Operation
© Sebastian Kaulitzki - Fotolia.com
Abb. 2: Verlängerung des Überlebens nach operativer Entfernung von Lebermetastasen in den letzten 25 Jahren
Abb. 3: Zerstörung einer Tumorzelle durch weiße Blutkörperchen nach Antitumorimpfung.
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